Kalkwände bis fünfhundert Meter hoch, Felsblöcke weiß wie Eisberge, eine Stille, die nur der Fluss Flumineddu durchbricht: Su Gorropu ist die tiefste Schlucht Europas und eines der gewaltigsten Naturerlebnisse des Mittelmeers.
Drei Wege hinein
Von Sa Barva (Brücke über den Flumineddu, Seite Dorgali) folgt der Pfad zwei Stunden dem Fluss: die sanfteste, schönste Variante. Von Genna 'e Silana an der SS125 steigt man steile 650 Höhenmeter ab: spektakulär, aber der Rückweg fordert. Dritte Option: lokale Führer fürs Canyoning im oberen Teil — Seile, Sprünge, smaragdgrüne Gumpen.
In der Schlucht
Hinter dem Eingang wandern Sie zwischen riesigen Felsblöcken, während sich die Wände auf wenige Meter verengen. Die ersten 500 Meter schafft jeder; danach markieren grüne und rote Punkte zunehmend alpine Passagen. Halten Sie Ausschau nach der endemischen Gorropu-Akelei — sie wächst nur hier.
Unsere Tipps
- Früh starten: Die Sonne erreicht die Schlucht spät, der Rückweg ist aber exponiert
- Profilsohlen: die glattgeschliffenen Blöcke verzeihen nichts
- Im Hochsommer die Jeep-Shuttles nutzen, die den Zustieg verkürzen
- Danach: Culurgiones in einem Restaurant von Urzulei — die verdiente Belohnung
Su Gorropu kombiniert sich perfekt mit einem Aufenthalt bei I Mandorli: frühes Frühstück, ein Tag Schlucht, abends die Stille von Triei. Mehr Touren im Guide Wandern Sardinien — und die ganze wilde Natur der Insel.
