Vier bis fünf Tage zwischen Himmel und Meer entlang der Küste von Baunei: Der Selvaggio Blu gilt als schönster und schwierigster Trek Italiens. Kein Wanderweg, sondern ein Abenteuer — Felsbänder, Abseilstellen, Biwaknächte unter Sternen.
Was er wirklich ist
In den 1980ern von Mario Verin und Peppino Cicalò erdacht, folgt der Selvaggio Blu den Pfaden der Köhler und Hirten entlang von Felswänden, die senkrecht in den Golf von Orosei fallen. Es gibt keine Markierung: Man navigiert nach Steinmännchen, krummen Wacholdern und ausgesetzten Bändern. Das Wasser muss Etappe für Etappe geplant werden — die wahre Schwierigkeit der Route.
Die klassischen Etappen
Pedra Longa – Cala Goloritzé (über Us Piggius), dann Cala Sisine vorbei an der Schafhürde von Ololbizzi und den Abseilstellen der Serra Ovara. Viele Gruppen lassen sich von den Kooperativen aus Baunei übers Meer versorgen: Wasser, Proviant, manchmal ein warmes Abendessen bei Sonnenuntergang.
Davor und danach
I Mandorli ist das perfekte Basislager für Vorabend und Erholung: in Stille schlafen, das Auto sicher abstellen, früh nach Pedra Longa aufbrechen. Nach der Rückkehr: eine richtige Dusche, ein langsames Abendessen und ein Bad in Sa Barza für die Beine.
- Beste Zeit: April-Juni und September-Oktober
- Führer und Versorgung Monate im Voraus buchen
- Training: Punta Giradili und der Goloritzé-Pfad
Noch nicht bereit für das volle Abenteuer? Unser Guide Wandern Sardinien hat Tagestouren mit derselben Aussicht — ohne Seil.

