Sardinien ist Europas vergessene Wildnis: Steineichenwälder, in denen Mufflons äsen, Karstquellen, tausendjährige Wacholder und eine Küste, an der der Eleonorenfalke jagt. Nirgends ist diese Natur dichter als in der Ogliastra.
Die letzte Wildnis des Mittelmeers
Der Supramonte von Baunei ist eines der größten unbewohnten Gebiete Italiens: ein Kalkplateau voller Dolinen, Höhlen und Steineichen, durchzogen nur von Hirtenpfaden. Hier lebt, was anderswo verschwand — Mufflons, Wildschweine, Steinadler. Und an den Klippen des Golfs von Orosei nistet die größte Kolonie des Eleonorenfalken im Mittelmeer.
Wasser, das Berge formt
Die Su-Gorropu-Schlucht zeigt, was Wasser in Jahrmillionen vermag: Wände bis 500 Meter, gefallene Blöcke wie Eisberge. Ihre Schwester ist die Karstquelle Su Gologone, das kalte blaue Auge der Berge. Und unter dem Golgo-Plateau öffnet sich Su Sterru, mit 270 Metern einer der tiefsten Karstschlünde Europas.
Natur erleben — richtig
- Zu Fuß: die schönsten Routen im Guide Wandern Sardinien
- Übers Meer: Bootstouren entlang der unberührten Buchten
- Mit Ruhe: Frühling und Herbst zeigen die Insel in Blüte und klarer Luft
- Mit Respekt: nichts mitnehmen, nichts zurücklassen
Schlafen mitten in der Natur
I Mandorli liegt zwischen Oliven- und Mandelhainen bei Triei — nachts hören Sie Zwergohreulen, morgens Bienenfresser. Für Naturliebhaber, die abends ein richtiges Bett schätzen, die perfekte ruhige Basis.

