Natur Sardinien

Sardinien ist Europas vergessene Wildnis: Steineichenwälder, in denen Mufflons äsen, Karstquellen, tausendjährige Wacholder und eine Küste, an der der Eleonorenfalke jagt. Nirgends ist diese Natur dichter als in der Ogliastra.

Die letzte Wildnis des Mittelmeers

Der Supramonte von [Baunei](/de/baunei) ist eines der größten unbewohnten Gebiete Italiens: ein Kalkplateau voller Dolinen, Höhlen und Steineichen, durchzogen nur von Hirtenpfaden. Hier lebt, was anderswo verschwand — Mufflons, Wildschweine, Steinadler. Und an den Klippen des Golfs von Orosei nistet die größte Kolonie des Eleonorenfalken im Mittelmeer.

Wasser, das Berge formt

Die [Su-Gorropu-Schlucht](/de/su-gorropu) zeigt, was Wasser in Jahrmillionen vermag: Wände bis 500 Meter, gefallene Blöcke wie Eisberge. Ihre Schwester ist die Karstquelle Su Gologone, das kalte blaue Auge der Berge. Und unter dem Golgo-Plateau öffnet sich Su Sterru, mit 270 Metern einer der tiefsten Karstschlünde Europas.

Natur erleben — richtig

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Kann ich wilde Tiere wirklich sehen?

Mufflons mit etwas Glück am frühen Morgen im Supramonte, Falken sicher an den Klippen, Delfine oft bei Bootstouren. Geduld und Fernglas helfen.

Gibt es gefährliche Tiere?

Nein — Sardinien hat nicht einmal Vipern, als einzige Region Italiens. Der gefährlichste Bewohner ist die Mittagssonne.

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